FAQ
Häufig gestellte Fragen
Nach welchen Kriterien wurden die Angebote des PGPsych zusammengestellt?
Als Ausgangspunkt für die Zusammenstellung der Präventionsangebote wurden die Ausführungen der in diesem Zusammenhang relevanten Sozialgesetzbücher herangezogen. Sie können von allen Beschäftigten und Betrieben in Deutschland in Anspruch genommen werden. Die Präventionsangebote sind (überwiegend) kostenfrei und werden von den Sozialversicherungsträgern und anderen Akteur:innen im Bereich psychischer Gesundheit in Deutschland angeboten.
Was ist der Unterschied zwischen „Informationen“, „Beratung und Unterstützung“, und „Kursangebote“?
Unter „Informationen“ werden allgemeine Informationen, Verweise auf Veröffentlichungen, Broschüren, Fachsuchportale und Online-Tools zum jeweiligen Thema angeboten. Wenn Sie fachkompetente Beratung zur psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz oder professionelle Unterstützung von Sozialversicherungsträgern/anderen sozialen Akteur:innen benötigen, finden Sie diese unter „Beratung und Unterstützung“. Unter „Kursangebote“ sind konkrete Qualifizierungen, Seminare und Workshops bzw. darauf spezialisierte Suchfunktionen aufgelistet.
Warum die Kategorien „Betrieblicher Arbeitsschutz“, „Psychisch fit bleiben“, „Rehabilitation“, „Betriebliche Wiedereingliederung“ und „Integration in den Arbeitsmarkt“?
Diese Kategorien sollen das gesamte Spektrum der psychischen Gesundheit abdecken: Von der Förderung des gesundheitlichen Wohlbefindens am Arbeitsplatz über die Rehabilitation bis hin zur erfolgreichen Integration in den Arbeitsmarkt.
Welche Angebote finde ich in der Kategorie „Betrieblicher Arbeitsschutz“?
Hier finden sich Angebote zur Verbesserung des psychischen Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz, wie die Beurteilung der Arbeitsbedingungen Psyche oder die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung.
Welche Angebote finde ich in der Kategorie „Psychisch fit bleiben“?
In dieser Kategorie werden Angebote zur frühzeitigen Stärkung der psychischen Gesundheit von Beschäftigten aufgeführt, zum Beispiel zu Stressbewältigung, Resilienzförderung und Förderung der Gesundheitskompetenz.
Welche Angebote finde ich in der Kategorie „Rehabilitation“?
Für Betriebe werden Informationen und Beratungsangebote zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation aufgelistet, die eine Rückkehr ins Arbeitsleben nach psychischen Erkrankungen unterstützen.
Welche Angebote finde ich in der Kategorie „Betriebliche Wiedereingliederung“?
Hier finden sich Hilfen für den schrittweisen Wiedereinstieg in die Arbeit nach längerer Erkrankung, inklusive Informationen zum betrieblichen Eingliederungsmanagement für Betriebe und Beschäftigte.
Welche Angebote finde ich in der Kategorie „Integration in den Arbeitsmarkt“?
In dieser Kategorie gibt es Informationen und Beratungsangebote zur Unterstützung von Betrieben, die psychisch erkrankten Menschen einen (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben ermöglichen sollen.
Was ist das Ziel des Präventionsguide Psyche?
Der Präventionsguide Psyche verfolgt das Ziel, betriebliche Berater:innen und Lot:sinnen im Rahmen der Verweisberatung zu unterstützen, dass mehr Betriebe und Beschäftigte zielgerichtet, effizient und abgestimmt mit den (bereits vorhandenen) Präventionsangeboten, Rehabilitationsangeboten und Rentenleistungen erreicht werden.
Für wen ist der Präventionsguide Psyche geeignet?
Der Präventionsguide Psyche richtet sich in erster Linie an Berater:innen und Lots:innen für Betriebe. Er gibt Hinweise, wenn Sie in Ihrer Beratungstätigkeit auf Situationen stoßen, welche die psychische Gesundheit betreffen (Indikator hierfür ist zum Beispiel eine Zunahme von AU-Fällen, Rückmeldungen über Stress/Zeitdruck oder Auftreten von Fragen zur Gestaltung betrieblicher Wiedereingliederung). Er kann auch jederzeit von anderen betrieblichen Akteur:innen genutzt werden
In welchen Fällen kann ich den Präventionsguide Psyche einsetzen?
Immer dann, wenn es um betriebliche Prävention im Bereich psychische Gesundheit geht.
Wie navigiere ich durch den PGPsych?
In der weißen Leiste oben haben Sie die Wahl zwischen der Startseite, auf der Sie sich einen Überblick verschaffen können, und dem Präventionsguide Psyche selbst. Wenn Sie mit der Maus über diese Leiste fahren, erscheint das gesamte Spektrum der Prävention in den jeweiligen Kategorien und Unterkategorien. So können Sie beispielsweise allgemein auf „Rehabilitation“ klicken oder direkt „Beratung und Unterstützung“ zur Rehabilitation auswählen. Die entsprechenden Angebote werden dann aufgelistet und durch Anklicken öffnet sich eine genauere Beschreibung. Links zu anderen Homepages sind unterstrichen.
Wie kann ich den PGPsych im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) nutzen?
Der Ausgangspunkt ist die Beurteilung der Arbeitsbedingungen Psyche und eine etablierte betriebliche Gesundheitsförderung. Ein passendes Maßnahmenkonzept verweist gezielt auf geeignete Präventionsangebote, die Unternehmen in allen Phasen der Prävention dabei unterstützen, die psychische Gesundheit ihrer Beschäftigten nachhaltig zu stärken. Ziel ist es, die Zusammenarbeit aller relevanten Akteur:innen zu verbessern, Gesundheitsförderung und Gesundheitskompetenz im Betrieb auszubauen, geeignete Rahmenbedingungen unter dem Dach des BGM zu schaffen und Arbeits- und Gesundheitsschutz, betriebliche Gesundheitsförderung, betriebliches Eingliederungsmanagement, sowie Leistungen zur Rehabilitation und zur Integration sinnvoll miteinander zu verknüpfen.
Wofür stehen die Abkürzungen im PGPsych?
A
AA – Agentur für Arbeit
ArbMedVV – Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge
ArbSchG – Arbeitsschutzgesetz
ASiG – Arbeitssicherheitsgesetz
B
BA – Bundesagentur für Arbeit
BAuA – Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
BAR – Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation
BEM – Betriebliches Eingliederungsmanagement
BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
BG BAU – Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft
BG ETEM – Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse
BG RCI – Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie
BG Verkehr – Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation
BGHM – Berufsgenossenschaft Holz und Metall
BGHW – Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik
BGN – Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe
BGW – Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
BGF – Betriebliche Gesundheitsförderung
BGM – Betriebliches Gesundheitsmanagement
BKK – Betriebskrankenkasse
BMAS – Bundesministerium für Arbeit und Soziales
BPtK – Bundespsychotherapeutenkammer
BsAfB – Berufsverband selbstständiger Arbeitsmediziner und freiberuflicher Betriebsärzte
BTHG – Bundesteilhabegesetz
D
DGPPN – Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde
DGUV – Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
DiGA – Digitale Gesundheitsanwendungen
DRV – Deutsche Rentenversicherung
E
EAA – Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber
ETEM – Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse
EUTB – Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung
G
GDA – Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie
GKV – Gesetzliche Krankenversicherung
GQA – Gesellschaft für Qualität im Arbeitsschutz
I
IFD – Integrationsfachdienst
iga – Initiative Gesundheit und Arbeit
IKK – Innungskrankenkassen
INQA – Initiative Neue Qualität der Arbeit
K
KBV – Kassenärztliche Bundesvereinigung
KMU – Kleine und mittlere Unternehmen
KUVB – Kommunale Unfallversicherung Bayern
L
LTA – Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
M
MBOR – Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation
O
OM – Offensive Mittelstand
P
PSIB – Psychosomatische Sprechstunde im Betrieb
Psy-RENA – Psychosomatische Rehabilitationsnachsorge
S
SGB – Sozialgesetzbuch
Sifas – Fachkräfte für Arbeitssicherheit
SVLFG – Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau
T
TK – Techniker Krankenkasse
U
UVT – Unfallversicherungsträger
V
VBG – Verwaltungs-Berufsgenossenschaft
VDBW – Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte
vdek – Verband der Ersatzkassen
W
WfbM – Werkstatt für behinderte Menschen
FALLBEISPIELE
Wie der Präventionsguide Psyche in der Praxis eingesetzt werden kann, zeigen die folgenden Fallbeispiele (Präventionsangebote sind stets fett markiert und verlinkt).
Fallbeispiel "Grundlagen Arbeitsschutz Psyche"
Es meldet sich die Kontaktperson aus einem Betrieb und erzählt Ihnen Folgendes:
Ein Arbeitsbereich wird umstrukturiert werden. Es soll im Vorfeld geprüft werden, wie es nach der Umstrukturierung um die psychische Gesundheit steht. Sie begrüßen das präventive Handeln und empfehlen den „Innerbetrieblichen Arbeitsschutz“ der als „Information“ unter „Betrieblicher Arbeitsschutz“ steht und sowohl auf Instrumente zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen verweist als auch Instrumente zum Thema Arbeitsschutzorganisation. An gleicher Stelle finden Sie auch das Präventionsangebot „Informationsmaterialien und Kampagnen der Unfallversicherungsträger (UVT)“ inklusive einer Verlinkung zum Instrument zur Entwicklung von Präventionskultur. Der Eintrag „Instrumente zur psychischen Belastung in der Gefährdungsbeurteilung“ verweist auf „Empfehlungen und Prüffragen zur Auswahl von Instrumenten/Verfahren zur Gefährdungsbeurteilung Psyche“ der GDA und das Online-Tool GB-Psych Kompass, welches die Suche und Auswahl geeigneter Erhebungsinstrumente der psychischen Belastung erleichtert.
Fallbeispiel zu "Psychisch fit bleiben"
In einem anderen Betrieb klagen die Beschäftigten über hohen Arbeitsdruck. Sie als Berater:in denken an einen Kurs zur Stressbewältigung, damit die Beschäftigten gesund bleiben. Dazu suchen Sie in der Kategorie „Psychisch fit bleiben“ nach „Informationen“ und finden den Eintrag „Umgang mit Stress im Betrieb“, der allgemeine Angebote zur Stressbewältigung oder Burn-Out-Checks enthält. Darüber hinaus finden Sie unter „Kursangebote“ Umgang mit Stress, Ressourcenmanagement, Suchtmittel die Leistung zur individuellen verhaltensbezogenen Prävention der Krankenkassen. Über einen Link zur Zentralen Prüfstelle Prävention gelangen Sie zu einer Suchmatrix für qualitätsgeprüfte Präventionskurse, aus der Sie den für den Betrieb passenden Kurs auswählen können.
Fallbeispiel zur "betrieblichen Wiedereingliederung"
Bei der Rückkehr aus der Arbeitsunfähigkeit hat eine im Betrieb beschäftigte Person ein persönliches Gespräch mit der Personalabteilung geführt, in dem Vereinbarungen für das Betriebliche Eingliederungsmanagement getroffen wurden. Die Rückkehr soll im Rahmen des 4-Phasen-Modell der Wiedereingliederung erfolgen, gegebenenfalls auch inklusive einer Stufenweisen Wiedereingliederung. Auskunft dazu finden Sie in der Kategorie „Betriebliche Wiedereingliederung“ unter „Informationen“.



